Wissenswertes:

 

Schutz von Menschenleben und Güter durch ausreichenden Brandschutz:


Brände entstehen meist sehr langsam und werden oftmals nicht sofort von uns wahrgenommen. Daher ist eine optimale Ausrüstung zur Wahrnehmung und Bekämpfung von Entstehungsbränden erforderlich und kann im Notfall Menschenleben retten. Durch funktionsfähige Handfeuerlöschgeräte und zusätzlich angebrachte Rauchmelder kann meist das Schlimmste verhindert werden.

Damit die volle Funktionsfähigkeit Ihres Feuerlöschers im Notfall gewährleistet ist, muss dieser laut DIN 14406 (EN3) mindestens alle 2 Jahre von einem Sachkundigen instandgehalten werden. Bei Nichteinhaltung der regelmäßigen Instandhaltung ist ein Versagen des Gerätes durch potentiell auftretende Probleme, wie Verklumpen des Pulvers, Druckabfall oder auch Schwachstellen am Behälter, wie beispielsweise Rost an den Schweißnähten, nicht auszuschließen und können sogar bei Nutzung eine Gefährdung von Personen darstellen. Bei Nichteinhaltung der entsprechenden Vorschriften kann dies im Brandfall schnell zu Problemen mit Ihrer Versicherung führen.

 

Auszüge Technische Regeln für Arbeitsstätten (ASR A2.2):

Diese ASR konkretisiert die Anforderungen an die Ausstattung mit und das Betreiben von Brandmelde- und Feuerlöscheinrichtungen in Arbeitsstätten sowie dei damit verbundenen organisatorischen Massnahmen nach § 3a Abs. 1 und § 4 Abs. 3 sowie insbesondere in den Punkten 2.2 und 5.2 Abs. 1 g des Anhanges der Arbeitsstättenverordnung.

- Der Arbeitgeber hat Feuerlöscheinrichtungen nach Art und Umfang der Brandgefährdung und der Grösse des zu schützenden Bereiches in ausreichender Anzahl bereitzustellen...

- Bei Auswahl der Feuerlöscher sollten auch mögliche Folgeschäden durch die Löschmittel berücksichtigt werden.

- In mehrgeschossigen Gebäuden ist in jedem Geschoss mindestens 1 Feuerlöscher bereitzustellen.

- Feuerlöscher müssen gut sichtbar und leicht erreichbar angebracht sein.

- Feuerlöscher sollten vorzugsweise an Fluchtwegen , im Bereich der Ausgänge ins Freie , an den Zugängen zu Treppenraümen oder an Kreuzungspunkten von Verkehrswegen/Fluren angebracht sein.

- Die Entfernung von jeder Stelle zum nächtgelegenen Feuerlöscher sollte möglichst nicht mehr als 20m (tatsächliche Laufwege) betragen.

- Feuerlöscher so anbringen das sie Problemlos aus der Halterung genommen werden können.
Eine Griffhöhe von 0,80 bis 1,20 m haben sich als Zweckmässig erwiesen.


Nach der Montage müssen Feuerlöscher mindestens alle 2 Jahre laut DIN 14406-4 (DIN EN 3) durch einen qualifizierten Prüfbetrieb gewartet werden. Die Wartung muss, durch einen mit Jahresmarken und Prüfernummer versehenen Instandhaltungsnachweis, am Feuerlöscher dokumentiert werden.
 
 

Rauchmelderpflicht in Schleswig-Holstein seit Januar 2005:


Im Dezember 2004 wurde vom Landtag das Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung verabschiedet. Folglich müssen alle Kinderzimmer, Schlafräume und Flure, die als Rettungswege dienen mit mindestens jeweils einen Rauchmelder ausgestattet werden. Für Neubauten gilt dieses Gesetz ab sofort. Eine Nachrüstung in Altbauten obliegt eine gewissen Frist. Die Eigentümer von Altbauten sind verpflichtet, jede Wohnung bis spätestens 12/2009 mit Rauchmeldern auszurüsten.

 

Definition der einzelnen Brandklassen:

Abhängig davon, wodurch und auf Grundlage welches Materials ein Brand entstanden ist, teilt man Brände in Brandklassen ein und deklariert die verschiedenen Feuerlöscher, abhängig von ihrem verwendeten Löschmittel.

Brände werden in folgende Brandklassen eingeteilt:

 

A

FESTE STOFFE, hauptsächlich organischer Natur, mit Glutbildung
z.B. Holz, Papier, Stroh, Kohle, Textilien, Autoreifen
 B FLÜSSIGE STOFFE, oder flüssig werdende Stoffen
z.B. Benzin, Öle, Fette, Harze, Teer, Wachse, Alkohole, Kunststoffe
 C GASFÖRMIGE STOFFE
z.B. Methan, Propan, Wasserstoff, Acetylen, Erdgas, Stadtgas
 D METALLE
z.B. Aluminium, Magnesium, Natrium, Lithium, Kalium oder deren Legierungen
 F FETTBRAND, Brände von Speisefetten und -ölen in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen und -geräten

 

Umgang mit dem Feuerlöscher:


Der richtige Umgang mit einem Feuerlöscher ist im Ernstfall ebenso wichtig wie das prinzipielle Vorhandensein eines geeigneten und voll funktionsfähigen Gerätes. Die folgende Darstellung gibt einen kurzen Überblick über das richtige Anwenden im Ernstfall zur Bekämpfung von Entstehungsbränden.

Windrichtung beachten, immer mit dem Wind vorgehen, von unten in die Glut und nicht in die Flammen spritzen, dabei genug Abstand halten, damit die Pulverwolke möglichst den gesamten Brand einhüllt. Stossweise löschen.
Flächenbrände von vorne und von unten ablöschen, nicht von hinten oder oben, immer das Brandgut, nicht die Flammen löschen.
Bei Tropf- oder Fließbränden von oben (Austrittstelle) nach unten (brennende Lache) löschen.
Bei größeren Entstehungsbränden mehrere Feuerlöscher gleichzeitig und nicht nacheinander einsetzen, größere Wirkung.
Auf Rückzündung achten, Brandstelle nicht verlassen, sondern beobachten.
Nach der Benutzung des Feuerlöschers, diesen auf keinen Fall wieder an seinen Standort bringen, sondern sofort durch einen Fachbetrieb füllen lassen.